Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik

Wie kann man Menschen zur Bürgerbeteiligung motivieren? KoodiKo beim Science Slam Nachhaltigkeit

Wie kann man Menschen zur Bürgerbeteiligung motivieren?

Dieser Frage widmete sich KoodiKo-Projektmitarbeiterin und Psychologin Anna Stüvermann bei der zweiten Auflage des Science Slam Nachhaltigkeit am 18.11.2025 im Pina-Bausch-Zentrum in Wuppertal. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Bergischen Universität Wuppertal, dem Wuppertal Institut und dem Pina-Bausch-Zentrum organisiert.

Ein Science Slam ist ein Format, bei dem Wissenschaftler*innen in kurzen, allgemeinverständlichen Vorträgen ihre Forschung präsentieren. Dabei ist vor allem Kreativität gefragt: Zeichnungen, Bilder, Requisiten und Humor helfen dabei, wissenschaftliche Themen auf eine spannende und unterhaltsame Art zu vermitteln.

In ihrem Vortrag gab Anna Stüvermann dabei Einblicke in ihre Arbeit als Psychologin im Projekt KoodiKo und stellte ihr Experiment aus der Überzeugungspsychologie vor. Welche Faktoren die Motivation zur Beteiligung beeinflussen veranschaulichte sie am Beispiel des Bürgerentscheids zur Bundesgartenschau in Wuppertal. Anhand ihrer Studienergebnisse zeigte sie außerdem, wie sich das Phänomen Not in My Backyard nutzen lässt, um Menschen zur Bürgerbeteiligung zu motivieren. Denn die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen eher bereit sind, sich zu beteiligen, wenn das jeweilige Projekt nah am eigenen Wohnort umgesetzt wird. Für die digitale Beteiligungsanwendung im Rahmen von KoodiKo bedeutet das: Nutzenden könnten bevorzugt jene Projekte angezeigt werden, die sich in ihrer Nähe befinden.

Die Forschungsergebnisse sollen also direkt in der KoodiKo-App Anwendung finden, um möglichst viele und diverse Meinungen für die kommunale Städteplanung zu erfassen. So soll eine digitale Möglichkeit zur Gestaltung eines sozial nachhaltigen Stadtbilds entwickelt werden.

Den ganzen Vortrag finden Sie hier bei YouTube @ScienceSlam

 

Über das Projekt:

Das Forschungsprojekt KoodiKo (Kooperative digitale Kommune) hat zum Ziel, die Beteiligung von Bürger*innen an kommunalen Planungsvorhaben zu erhöhen. Projektpartner sind die Bergische Universität Wuppertal (Koordination), die Hochschule der Medien Stuttgart (Institut für Digitale Ethik), die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg (Institut für IT- und Datenschutzrecht), die Städte Wuppertal und Baden-Baden sowie die Viadukt GmbH. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert; die Laufzeit erstreckt sich von Oktober 2023 bis September 2026.