KoodiKo: Partizipative Entwicklung einer mobilen Beteiligungsanwendung mit 3D-Stadtmodellen
Nicht alle Erwartungen an eine Stärkung der Demokratie haben sich infolge der digitalen Revolution erfüllt. Auch die Beteiligung der Bürger/innen an politischen Entscheidungsprozessen über das Internet bildet keine Ausnahme. Vielfach mangelt es E-Partizipation an Resonanz, bleibt auf die »üblichen Verdächtigen« beschränkt und erzeugt keine zusätzliche Legitimität für politische Entscheidungen. An dieser häufig formulierten Diagnose dockt das partizipative Forschungsprojekt KoodiKo (»Kooperativ digitale Kommune durch innovative Kommunikations- und Interaktionsstrategien«) an. Es zielt darauf, Mobilisierung im Kontext von kommunalen Beteiligungsverfahren durch eine digitale Anwendung zu verbessern. Bei der Entwicklung der App arbeiten Universitäten und Kommunen mit Bevölkerungsgruppen zusammen, die selten mit digitalen Beteiligungsangeboten erreicht werden. Jonathan Seim stellt das Projekt und erste Erkenntnisse in seinem Gastbeitrag vor.
Über das Projekt:
Das Forschungsprojekt KoodiKo (Kooperative digitale Kommune) hat zum Ziel, die Beteiligung von Bürger*innen an kommunalen Planungsvorhaben zu erhöhen. Projektpartner sind die Bergische Universität Wuppertal (Koordination), die Hochschule der Medien Stuttgart (Institut für Digitale Ethik), die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg (Institut für IT- und Datenschutzrecht), die Städte Wuppertal und Baden-Baden sowie die Viadukt GmbH. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert; die Laufzeit erstreckt sich von Oktober 2023 bis September 2026.